HPQR | FAQ
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Muss der öffentliche Auftraggeber die PQ-Urkunde anerkennen?

In Hessen und Sachsen-Anhalt ist per Erlass geregelt, dass die HPQR-Urkunde die Einzelnachweise ersetzt und daher von den öffentlichen Auftraggebern anerkannt werden muss. In Niedersachsen wird die Präqualifizierung zur Anwendung empfohlen. In §§ 122 ff. GWB, § 48 VgV, §§ 6 ff. EU VOB/A und §§ 6 ff. VOB/A ist geregelt, dass für präqualifizierte Unternehmen eine Eignungsvermutung besteht.
Unternehmen, die Dienst- und Lieferleistungen (inklusive geistig-schöpferische Dienstleistungen) erbringen, können sich zusätzlich ins amtliche Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen (AVPQ) eintragen lassen. Die AVPQ-Urkunde muss bundesweit von Auftraggebern zum Nachweis der Eignung akzeptiert werden.

Können darüber hinaus die öffentlichen Auftraggeber noch zusätzliche Nachweise verlangen?

In einigen Bundesländern werden über die gängigen Nachweise hinaus noch weitere Bescheinigungen z. B. zur Frauenförderung verlangt. Diese sind zwar über die PQ-Datenbank nicht einsehbar, aber bei den jeweiligen PQ-Stellen hinterlegt. Zudem können die Vergabestellen weitere, auftragsbezogene Unterlagen fordern.

Kann der öffentliche Auftraggeber die Einzelnachweise prüfen?

Zunächst kann die Vergabestelle anhand der auf der PQ-Urkunde angegebenen individuellen PQ-Nummer auf die aufgeführten Einzelnachweise online zugreifen. Die Dokumente sind darüber hinaus physisch bei den Präqualifizierungsstellen vorhanden und können dort ggf. abgerufen werden.